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Philipp-Matthäus-Hahn-Schule
Technische Schule
Kanalstraße 29
72622 Nürtingen

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Geschichte

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Philipp Matthäus HahnPhilipp-Matthäus-Hahn 1739 - 1790

Ingenieur, Astronom, Mathematiker, Unternehmer, Schriftsteller und Pfarrer.  Der Namensgeber der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule war ein ungewöhnlich begabter und produktiver Mann, der in seinem Leben und Wirken das Urbild des Altwürttembergers darstellt: fleißig, begabt, sparsam, ruhelos tätig, eigensinnig, unbequem und auf eine eigene Art und Weise fromm.

Philipp Matthäus Hahn wurde 1739 als Sohn des Pfarrers in Scharnhausen geboren. Schon mit sieben fiel ihm auf, dass es vom Stand der Sonne abhängig war, welche Richtung und Länge der Schatten eines in eine Wand eingeschlagenen Nagels hatte. Auf der Suche nach den Gründen für die Veränderungen, die er bald feststellte -den Lauf der Sonne-, erwarb er sich erste Kenntnisse in Astronomie.

Als Zwölfjähriger besuchte er das Gymnasium in Esslingen, was täglich zwei Stunden Schulweg bedeutete. Auf dem Heimweg einmal von einem heftigen Gewitter überrascht, suchte er Hilfe im stillen Gebet und hörte plötzlich eine Stimme: „Kann ich dich auf dem Feld nicht ebenso wohl erhalten wie zu Hause?" Unbeschadet kam er nach Hause und sein Wunsch Theologie zu studieren, war gestärkt. Wegen der vielen Bewerber verfehlte er mit 14 zwar das Landesexamen, was ihm den Weg zum Tübinger Stift verbaute, doch selbständig bereitete er sich weiter auf das Studium vor. 1756 bekam der Vater eine Pfarrstelle in Onstmettingen. Philipp Matthäus Hahn erwarb sich hier beim Dorfschmied das Wissen um die Bearbeitung von Metall und die Herstellung von Uhren. Seit Ende 1756 studierte er als Stadtstudent in Tübingen, unter den größten Entbehrungen, denn durch viele Geschwister war das Geld in der Familie knapp. Hahn lebte zeitweise nur von Wasser und Brot. Erst später besserte sich seine Situation durch das Stipendium einer Familien-Stiftung und durch eigene Einnahmen, beispielsweise brachte er in Semesterferien eine große Sonnenuhr an der Balinger Stadtkirche an. Sein Leben bewegte sich immer mehr im Spannungsfeld zwischen Theologie und Naturwissenschaft. Nach Ende des Studiums übernahm er 1760 eine Stelle als Hauslehrer, war danach Vikar und hatte verschiedene Vertretungen, bis er schließlich 1764 Pfarrer in Onstmettingen wurde. Hier übersetzte er das Neue Testament, verfasste ein Predigtbuch sowie andere theologische Werke und verschrieb sich mit Leib und Seele seinen Aufgaben als Geistlicher. 1770 kam er nach Kornwestheim und 1781 nach Echterdingen, wo er 1790 schließlich sterben sollte. Vom Erlös einer seiner Sonnenuhren hatte sich Hahn eine Taschenuhr ohne Zeiger und Spirale gekauft, die er immer wieder auseinandernahm und zusammensetzte. So erwarb er sich Kenntnisse in der Mechanik. Rege Kontakte pflegte er in Tübingen mit Handwerkern, die von ihm Aufschluss über Glaubensfragen erhielten, während er die Fähigkeiten, Fertigkeiten und beruflichen Geheimnisse von Uhrmachern, Drehern, Glasschleifern und Goldschmieden kennen lernte. Anfangs nicht ohne Distanz hatte sich Hahn in Tübingen dem Pietismus, der sich gerade in Württemberg ausbreitenden Frömmigkeitsbewegung, angeschlossen. In Tübingen beeindruckten ihn besonders die endzeitlichen Erwartungen und Berechungen von Johann AIbrecht Bengel, einem der bedeutendsten Pietisten. Hahn verfiel auf den Gedanken Uhren herzustellen, um durch deren Zeiger und Zifferblätter das von Bengel berechnete Ende der gegenwärtigen Weltzeit anschaulich darzustellen. Weil in Onstmettingen die soziale Lage miserabel war, sorgte Hahn für Arbeit, in dem er seine Erfindungen nutzbar machte, beispielsweise Öhr-Sonnenuhren, die zum Prüfen der Ganggenauigkeit von Pendel- oder Taschenuhren Verwendung fanden. Wichtiger noch wurde die von Hahn entwickelte gewichtslose Neigungswaage, die ähnlich einer Briefwaage funktionierte und den Vorteil hatte, dass Kaufleute sie auf Reisen mitnehmen konnten. Auch eine Mostwaage, Vorläuferin der heutigen Öchslegrad-Waagen, stammt von Hahn, der zum Begründer der feinmechanischen Industrie im Zollernkreis wurde. Einen entscheidenden Beitrag leistete Hahn zur Verbesserung der Taschenuhren, indem er etwa den Sekundenzeiger einführte. Bedeutend ist auch seine Rechenmaschine bis vierzehn Stellen. Und er dachte an eine „Maschine, die einen Wagen allein durch Wasser und Feuer ohne weitere Hilfe über Berge und Täler in beliebiger Geschwindigkeit bewegen könnte". Sein besonderes Interesse galt den astronomischen Uhren, den „Himmelsmaschinen", wie er sie nannte. Die erste entstand 1764. Viele mathematische Berechnungen und handwerkliches Geschick Uhrwaren erforderlich, damit diese Kunstwerke die Bewegungen von Sonne, Mond, Erde und der Planeten möglichst genau und anschaulich zeigten, ja selbst Schaltjahre berücksichtigten und nur einmal im Jahr aufgezogen wurden. Herzog Carl Eugen von Württemberg besuchte Hahn in seiner Werkstatt, auch Goethe soll dort gewesen sein und Kaiser Joseph II. ließ sich in Stuttgart Hahns Rechenmaschine und seine astronomischen Uhren vorführen. Arbeiten von Hahn finden sich u.a. im Württembergischen Landesmuseum und im Ludwigsburger Schloss.

Quelle: Wolfgang Kress, 05.09 / Fano

 

Entwicklung der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule

2015

Bei der ersten Fremdevaluation Ende Januar schneidet die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule mit einem sehr guten Ergebnis ab.

Der hohe Zustrom von Asylsuchenden führt zur Einführung weiterer VABO-Klassen. Um diese Klassen beschulen zu können werden ein Betonlabor und die Baumetallwerkstatt zu Klassenräumen umgebaut.

Nach 35 Jahren an der Schule, davon 25 Jahre als Mitglied in der Schulleitung, wird der Schulleiter OSD Harald Fano am 28.07.2015 in den Ruhestand verabschiedet und Herr SD Wolf Hofmann als neuer Schulleiter eingesetzt.

2014

Im Januar geht die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule mit der Maler- und Lackiererinnung Neckar-Fils sowie mit drei weiteren allgemein bildenden Schulen eine Bildungspartnerschaft ein.

Bei einem trilateralen Schulleitertreffen (Givatayim, PMHS, Rama) im März werden die Weichen für die künftigen Austauschmaßnahmen gestellt.

Die Partnerschaft mit dem SENAI Parana (Brasilien) wird ausgebaut. Zwei hochrangige Delegationen besuchen die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule. Weitere Austauschmaßnahmen werden für das Jahr 2015 vereinbart.
Mit dem S.-Staszic-Schulzentrum in Pruskòw (Polen) wird eine Schulpartnerschaft vereinbart. Die  erste polnische Schülergruppe besucht die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule im Oktober.

Der 2. Zug des Technischen Gymnasiums wird genehmigt und im Schuljahr 2014/15 eingeführt. Auf Wunsch des Landkreises und des Regierungspräsidiums wird ein VABO (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) eingerichtet.

Zur Fortführung der Ausbildung im BVE wurde ein KoBV (Kooperative Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt) eingerichtet.

Die Renovierungsarbeiten in der Mensa werden abgeschlossen (ca. 40.000 €) und die lange angekündigten Renovierungsarbeiten an der Nordfassade des Gebäude G werden in drei Bauabschnitten realisiert (ca. 800.000 €).

2013

Im Januar wird die Mensa von einem neuen Pächter übernommen. Die Renovierung (Boden/Wände/Bestuhlung) der Mensa wird in den Osterferien durchgeführt. Die Beleuchtung (LED-Leuchten) soll 2014 folgen.

Die Schule beteiligt sich zum vierten Mal mit großem Erfolg an der Messe Fair Handeln (Messe Stuttgart) auf dem Stand des Wirtschaftsministeriums. Ca. 7000 € konnten für die Aktion Wamba-Luadi erwirtschaftet werden.

Erste Partnerschaftskontakte zwischen der PMHS und dem SENAI Parana (Brasilien) werden geknüpft. Ende Mai hospitiert eine Gruppe brasilianischer Praxiskollegen (Autolackierer) in unserer Schule. Im August reist ein Technischer Lehrer (Zimmermann) mit zwei Schülern nach Brasilien, um den Kollegen vor Ort praktischen Lernfeldunterricht zu demonstrieren.

Eine Universalwerkstatt der Autolackierer im Gebäude G wird in ein Klassenzimmer umgebaut. Der theoretische und praktische Unterricht der Autolackierer kann nun optimal zusammengeführt werden.

Zu geringer Umsatz führt dazu, dass der neue Mensapächter vor den Sommerferien kündigt. Ein geeigneter Ersatz kann während der Ferien gefunden werden.

Überraschend werden Ende September Notunterkünfte (Container) für 120 Asylsuchende auf dem Parkplatz der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule eingerichtet.

Im November finden Filmaufnahmen durch das Südkoreanische Fernsehen in der KFZ-Abteilung statt. Thema sind das Duale System und die KFZ-Meisterschule.

Die Planungen zur Sanierung der Nordfassade des Gebäudes G werden wieder aufgenommen.

2012

Ein von der SMV organisierter Spendenlauf zu Gunsten unserer Partnerschule in Wamba-Luadi wird zu einem Riesenerfolg, über 6000 € werden durch Sponsoren gespendet.

Das neu eingerichtete BVE, das VAB und das Technische Gymnasium für Gestaltung und Medientechnik nehmen im September den Unterricht auf. Das TG startet mit 25 Schülern. Eine Berufsaufbauschule konnte auf Grund zu geringer Anmeldezahlen nicht eingerichtet werden.

In Givatayim findet am 01.11.2012 die Feier anlässlich der zwanzigjährigen Partnerschaft mit dem ORT-Technikum Givatayim (Israel) statt.

Das SWR-Fernsehen berichtet über die „Berufswelten" der PMHS. Der Bericht wird zweimal ausgestrahlt.

Ein Kollege der PMHS reist mit zwei Schülern nach Wamba-Luadi, um die 2011 hergestellte Photovoltaikanlage aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.

Während den Sommerferien kündigt der Mensapächter überraschend den Pachtvertrag. Die Suche nach einem geeigneten Ersatz beginnt.

Sämtliche schulischen Baumaßnahmen des Landkreises werden zurückgestellt, da die Kreiskrankenhäuser ein hohes Defizit (ca. 45 Millionen €) erwirtschaftet haben.

Da deshalb mit einem Mensaneubau in den nächsten Jahren aus Geldmangel nicht zu rechnen ist, bemüht sich die Schulleitung um eine Renovierung des Gebäudes.

2011

Die Sanierungsmaßnahmen im Gebäude E sind abgeschlossen. Die Schüler der TO, der BKs und der Techniker beziehen die teilrenovierten Räume des Gebäudes E.

Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule wird Ausrichter des ersten „Baden-Württembergischen Bike-Pool-Cups". Über 400 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg gehen in Reudern an den Start.

Die Schulleitung beantragt die Einrichtung folgender Schularten: „Technisches Gymnasium" (TG), „Berufsvorbereitende Eingliederung" (BVE) – eine Schule zur Eingliederung von Behinderten (Inklusion) und die Umwandlung des BVJ in ein VAB (Vorqualifizierungsjahr Arbeit / Beruf) – Den Anträgen wird stattgegeben.

Im Herbst fällt die Entscheidung zur Schulentwicklung des Kreises Esslingen. Der Kreistag beschließt die Mikrolösung. Auswirkungen für die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule für das Folgejahr: Die Berufsaufbauschule (BAS) wird von der Friedrich-Ebert-Schule Esslingen an die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule verlagert. Die Technischen Berufskollegs I in Esslingen und Kirchheim werden geschlossen. Die Schülerströme sollen nach Nürtingen umgeleitet werden.

In Rama (Israel) findet die Feier „10 Jahre Trialog" statt.

Auf Anfrage des SWR-Fernsehens (SWR in Aktion) bauen Lehrer und Schüler der PMHS in einer Woche für die Samariterstiftung in Oberensingen ein Backhaus. Der Baufortschritt wird vom Fernsehen aufgezeichnet und eine Woche täglich, zum Teil auch live, ausgestrahlt.

Pädagogische „Highligts": Lehrer und Schüler der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule bauen eine mobile Photovoltaik-Anlage für Wamba-Luadi und stellen diese bei „Berufswelten" der Öffentlichkeit vor.

Zwei Schüler der TO nehmen in der Baden-Württembergischen Mannschaft am international ausgeschriebenen „Quanta-Wettbewerb" (Wissenswettbewerb) in Indien Teil. Die Schüler der TO belegen in ihrem Bereich (Modellbootrennen) den 1. Platz. Auch in der Gesamtwertung siegt das Team aus Baden-Württemberg

2010

Die Umbauarbeiten im Shedgebäude sind abgeschlossen. Der Umzug der Vollzeitabteilung aus dem Gebäude E wird in den Faschingsferien mit freiwilligen Schülern durchgeführt. Im April wird mit den Sanierungsmaßnahmen des Gebäudes E begonnen. Auf Drängen der Schulleitung wird mit der Planung einer neuen Heizung für das Gebäude E begonnen und im Sommer umgesetzt.  Der Schulentwicklungsplan nimmt Formen an. Es wird eine Mikro- und eine Makrolösung diskutiert. Die Mikrolösung würde nur geringe Änderungen mit sich bringen. Die Makrolösung würde zur Auflösung von drei beruflichen Schulen des Landkreises führen. (Max-Eyth-Schule Kirchheim - gewerblich, Albert-SchäffleSchule Nürtingen – kaufmännisch, Käthe-Kollwitz-Schule – hauswirtschaftlich). Auf Grund von Geldmangel werden sämtliche Räume des Gebäudes E durch Lehrer und Schüler der Farbabteilung gestrichen. Die Parkettböden im 1.OG werden durch Lehrer und Schüler der Holzabteilung saniert. Im November wird in den Physikräumen der Unterricht wieder aufgenommen. Im 2. OG wird ein neues Lehrerzimmer eingerichtet.

Die Schulleitung beantragt beim Regierungspräsidium die Aufnahme in den OES-Prozess ab dem Schuljahr 2010/11. Diesem Antrag wird stattgegeben. Am 30. März wird die 25-jährige Partnerschaft mit Wamba-Luadi im Beisein von Kultusminister Rau gefeiert. Die Trilaterale Partnerschaft mit Israel wird um das „Wertheimerprojekt" erweitert. Das Einjährige Berufskolleg Technische Kommunikation erhält einen neuen Lehrplan und nennt sich ab sofort Technisches Berufskolleg II. Damit ist auch ein Paradigmenwechsel abgeschlossen. Nicht mehr die Berufliche Bildung, sondern der Fachhochschulreifeabschluss rückt in den Vordergrund. Die Technische Oberschule erhält ebenfalls neue Lehrpläne. Der im Mai neu eingerichtete „Soziale Trainingsraum" hat seine Bewährungsprobe bestanden und wird ab dem neuen Schuljahr als feste Einrichtung in der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule fortgeführt. Auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung werden alle Planungs- und Baumaßnahmen gestoppt. Im Sommer werden überraschend Gelder aus dem Konjunkturpaket (für thermische Sanierungsmaßnahmen) der Bundesregierung frei. Deshalb wird unverzüglich mit der Planung zur Renovierung des Gebäude E (Wärmedämmung der Fassaden, Dach, neue Fenster) begonnen. Wegen der zu erwartenden Lärmbelästigungen müssen für die Bauphase (ca. 1 Jahr) alle Schüler aus dem Gebäude E ausgelagert werden. Das alte Shedgebäude wird deshalb reaktiviert. Es werden 10 Klassenräume und 2 Computerräume eingerichtet.

2008
Das Einjährige Berufskolleg Technik und Medien erhält einen neuen Lehrplan und nennt sich ab sofort Technisches Berufskolleg I. Das „Berufseinstiegsjahr" wird um die Schwerpunkte Farb- und Metalltechnik erweitert. Die Schulbibliothek wird umgebaut und neu eingerichtet. Die Fassadensanierung des Gebäudes A wird abgeschlossen. Auf Grund der abgeschlossenen Sanierungen der Gebäude A und D wird im November in Verbindung mit den „Berufswelten" ein Tag der offenen Tür durchgeführt. In der Gesamtlehrerkonferenz am 25.09.2008 wird über das „Interne Qualitätsleitbild" abgestimmt (Abstimmungsergebnis: 94 Kollegen stimmten mit ja, 4 Enthaltungen, 0 Gegenstimmen) und diese anschließend feierlich in Kraft gesetzt. Erste Untersuchungen zur Sanierung bzw. zu einem Neubau der Mensa (Gebäude C) werden durchgeführt. In eine 5-Jahresplanung wird der Neubau einer Sporthalle auf dem Gelände des Shedgebäudes (S) sowie die Dach- und Fassadenrenovierung des Gebäudes E aufgenommen.

2007
Schulleitung und Kollegium der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule beginnen mit dem Prozess der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung. Die Sanierungsarbeiten an den Gebäuden A und D sind nahezu abgeschlossen. Die Schüler und Lehrer der Farb- und Metallabteilung beziehen die Theorieräume im Gebäude A und die Werkstatträume im Gebäude D – die Außenstelle im Jenischgebäude (J) wird aufgegeben. Die Lehrer und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres beziehen neue Räume im Gebäude A. Die dadurch freigewordenen Räume im Gebäude G werden saniert und anschließend von den Schreinern bezogen. Die Schulleitung stellt beim Regierungspräsidium den Antrag zur Aufnahme in den STEBS-Prozess (STärkung der Eigenständigkeit Beruflicher Schulen). Diesem Antrag wird im Juli statt gegeben. Ein „Berufseinstiegsjahr" mit dem Schwerpunkt Bautechnik wird an der Schule eingerichtet. Durch das Kollegium der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule wird an einem 2-tägigen „Pädagogischen Tag" (1.-2.Okt.) auf der Basis von Q2E die Grundlage eines Leitbildes entwickelt.

2006
Die Otto-Umfrid-Schule wird im Februar 2006 aufgelöst. Die Abteilung Körperpflege war bereits im Sommer 2005 in die Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen eingegliedert worden. Die Abteilung Gesundheitsdienst wird in die Fritz-Ruoff-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) überführt, die Malerabteilung kommt zur Philipp-Matthäus-Hahn-Schule. Die Schulauflösung und der Auszug der Lehrer und Schüler der Otto-Umfrid-Schule werden dazu genutzt, in den Gebäuden A und D, die überwiegend durch die Otto-Umfrid-Schule belegt werden, umfassende Brandschutzsanierungen durchzuführen. Dazu müssen jedoch die verbliebenen Schülerinnen und Schüler der Farbabteilung provisorische Unterrichts- und Werkstatträume im Gebäude S und E beziehen. Der Ausbildungsberuf „Bauzeichner" wird auf Grund zurückgehender Schülerzahlen an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule nicht mehr unterrichtet. Die Metallabteilung richtet erstmals eine „Dreijährige Sonderberufsschule" ein. Um die Schule an den OES-Prozess (Operativ Eigenständige Schule) heranzuführen, beantragt die Schulleitung (September) beim Regierungspräsidium einen Prozessbegleiter. Eine Steuergruppe für die Qualitätsentwicklung der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule wird eingerichtet.

2005
Die KFZ-Abteilung bezieht die neuen Theorie- und Werkstatträume im Gebäude F. Das Gebäude S wird für eine vorübergehende provisorische Nutzung durch die Farbabteilung umgebaut. Infolge der geplanten Auflösung der Otto-Umfrid-Schule werden die bisher dort unterrichteten Jungarbeiter erstmals an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule beschult. Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule feiert die über 20-jährige Schulpartnerschaft (seit 1983) mit Wamba-Luadi (Kongo). Die Lehrstellenbörse „Berufswelten" wird erstmals an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule mit großem Erfolg durchgeführt.

2004
Ab April werden im Gebäude E parallel zum Unterricht Brandschutzmaßnahmen durchgeführt – Einglasung des Treppenhauses, Verlegung der Kabeltrassen aus dem Flurbereich in die Klassenzimmer, Umbau der Toiletten, Bau einer außenliegenden Fluchttreppe an der nördlichen Seite des Gebäudes, Umbau der Metalllabore im EG zu Klassenzimmern und Funktionsräumen, Verbindung zum neu erstellten Gebäude F und zur Mensa (Gebäude C). Durch zu geringe Nachfrage (seit Jahren schlechte Baukonjunktur) kommt der Maurermeisterkurs nicht zustande und wird endgültig eingestellt. Die Schüler der Fachstufe II - Bauzeichner müssen auf Grund der neuen Ausbildungsordnung ab September die Steinbeisschule in Stuttgart besuchen. Auf Grund der hohen Nachfrage wird das Einjährige Berufskolleg für Technik und Medien und das Einjährige Berufskolleg für Technische Kommunikation zweizügig geführt.

2003
Grundsteinlegung für das neue KFZ-Gebäudes entlang der Rümmelinstraße. Das Berufsgrundbildungsjahr (Metalltechnik) wird auf Grund neuer Lehrpläne eingestellt. Die Schüler werden jetzt dual in Berufsschulklassen unterrichtet. Harald Fano wird Schulleiter der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule.

2002
Aus Kostengründen (44 Mio. DM, ca. 22 Mio. €) wird der geplante Neubau gestoppt. Es werden zwei neue Varianten entwickelt. 1. Parallel zum Altbau E wird ein Neubau erstellt. Die Auslagerung im Jenischgebäude (J) bleibt bestehen. Die Kfz-Abteilung muss für die Dauer der Baumaßnahmen ausgelagert werden. 2. Die Otto-Umfrid-Schule bezieht einen Neubau auf dem Säer. Die freiwerdenden Räume werden von der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule übernommen. Zusätzlich entsteht für die Kfz-Abteilung ein Neubau parallel zur Rümelinstraße. Die Entscheidung fällt zu Gunsten der Variante 2 aus. Das Gebäude D wird hinsichtlich der Neubauplanungen im Eingangsbereich um eine Technikzentrale/Hausmeisterstützpunkt erweitert. Die Fachschule für Gebäudesystemtechnik wird an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule eingeführt und ein Einjähriges Berufskollegs für Technische Kommunikation eingerichtet. Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule feiert die 10-jährige Schulpartnerschaft mit Israel.

2001
Die Planungen für den KFZ-Neubau sind abgeschlossen. Da das Shedgebäude abgerissen werden muss, um Platz für den Neubau zu schaffen, sollen die KFZ-Werkstätten vorübergehend in die Gerberstraße ausgelagert werden. Die Generalsanierung des Gebäudes D soll ebenfalls in Angriff genommen werden. Die in diesem Gebäude untergebrachten Metallwerkstätten sollen deshalb vorübergehend in das Gebäude „Omnibus König" neben der Max-Eyth-Schule in Kirchheim verlegt werden. Die deutsch-israelische (jüdische) Schülerpartnerschaft mit Givatayim wird um die israelisch-arabische Schule in Rama erweitert.

2000
Nach vielfältigen Diskussionen entscheidet man sich für die Variante 1 der Machbarkeitsstudie – für einen Neubau für KFZ-Abteilung. Steigende Anmeldezahlen und ein geändertes Beschulungskonzept führen zur Wiederaufnahme der KFZ-Meisterkurse. Um der gestiegenen Nachfrage der Zweijährigen Berufsfachschule gerecht zu werden, wird eine Zweijährige Berufsfachschule Bau eingerichtet. Das Dreijährige Berufskolleg Holztechnik wird wegen zu geringer Nachfrage eingestellt. Zusammen mit der Otto-Umfrid-Schule wird ein Tag der offenen Tür durchgeführt.

1999
Auf Grund des ständig wachsenden Raumbedarfs wird ein Raumprogramm für die Nürtinger Schulen erstellt. Das Oberschulamt errechnet für die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule einen Raumbedarf von 750 m² Theorieräume und 1632 m² Werkstätten, für die Otto-Umfrid-Schule 882 m² Theorieräume. Eine Machbarkeitsstudie schlägt zwei Varianten vor: 1. An Stelle des jetzigen Shedgebäudes wird für die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule ein dreistöckiger Neubau errichtet. Die erforderlichen Räume der Otto-Umfrid-Schule werden in einem Baukörper zwischen Hochhaus, Altbau und Mensa realisiert. 2. Die KFZ-Abteilung (PMHS) und die Friseurabteilung (OUS) werden der Max-Eyth-Schule in Kirchheim zugeordnet und dort in den Räumen der Kaufmännischen Schule untergebracht. Die Kaufmännische Schule wird in ein ehemaliges Verwaltungsgebäude auf dem Gelände der Firma Siemens verlegt.

Die Maurermeisterklasse kann wieder gestartet werden. Für die Meisterklasse mit Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik und die Technikerklasse besteht nur eine geringe Nachfrage. Die Technikerklasse mit der Fachrichtung Umwelttechnik wird deshalb endgültig eingestellt.

1998
Die allgemeine wirtschaftliche Lage führt zu einem Einbruch bei den Fachschulen. Die Maurermeisterschule, die Kraftfahrzeugmeisterschule und die Technikerschule können auf Grund zu geringer Anmeldezahlen keine neuen Kurse starten. Der Schulträger richtet an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule und Otto-Umfrid-Schule die Stelle für einen Jugendberufshelfer/Schulsozialarbeiter ein.

1997
Das Einjährige Berufskolleg Technik und Medien wird erstmals an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule eingerichtet.

1996
Um die Zweijährige Berufsfachschule wieder aufleben zu lassen, wird eine „Mischklasse" Metall/Holz gebildet. Ein Tag der offenen Tür wird durchgeführt.

1995
Der Umbau der Holzwerkstätten ist abgeschlossen. Mit der neuen Staub- und Späneabsauganlage befindet sich der Werkstattbereich auf dem neusten Stand der Technik. Die Raumsituation spitzt sich wieder zu. Die Bauabteilung "boomt" und bezieht zusätzliche Räume im Gebäude E und J. Der Holzabteilung wird ein dreijähriges Berufskolleg für Holztechnik angegliedert.

1994
Die Kfz-Abteilung bezieht die ersten umgebauten Räume (Dieselraum, Blechbearbeitung, Kfz-Elektrik) im Gebäude S. Der Umbau der Holzwerkstätten im Gebäude D, parallel zum Schulbetrieb, hat begonnen. Eine Technikerschule der Fachrichtung Metalltechnik, mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik, wird eingerichtet und nimmt im Sommer den Unterricht auf. Auf Grund der geringen Nachfragen kann keine neue Klasse für die Zweijährige Berufsfachsschule Metalltechnik gebildet werden. Mit dem ORT-Technikum in Givatayim (Israel) wird eine offizielle Schulpartnerschaft besiegelt. Der Förderverein der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule wird gegründet.

1993
Die Umbaumaßnahmen im "Jenischgebäude" sind abgeschlossen. Es entstehen neun Klassenzimmer, drei Technologielabore und fünf Universalwerkstätten. Die Metallabteilung wird in das "Jenischgebäude" Gebäude J) in der Sigmaringer Straße ausgelagert und nimmt im Schuljahr 1993/94 ihre Arbeit in den neuen Räumen auf. Im Gebäude E beginnen in den geräumten Klassenzimmern die ersten Sanierungsmaßnahmen seit der Einweihung des Gebäudes im Jahr 1955. Um die seit Jahren bestehende katastrophale Raumsituation der Kfz-Abteilung zu verbessern, beginnen nach der Auslagerung der Metallabteilung die Arbeiten für den etappenweisen Umbau des Shedgebäudes Gebäude S). Im Gebäude D beginnen die Planungsarbeiten zum Umbau der Schreinerwerkstatt. Grenzwertänderungen verlangen eine Verminderung der gesundheitsschädlichen Staubbelastung der Werkstatträume. Die Aufbauphase der Technische Oberschule ist beendet; sie wird erstmals zweizügig geführt.

1992
Raummangel stellt die Schule vor große Probleme. Erste Überlegungen zur Auslagerung der Metallabteilung nehmen konkrete Formen an. Die Gebäude der ehemaligen Strickwarenfabrik "Jenisch" werden durch den Landkreis angemietet, und es wird mit dem Umbau für eine schulische Nutzung begonnen. Die Einrichtung der naturwissenschaftlichen Räume im Gebäude E ist abgeschlossen. Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule verfügt nun über moderne Physik-, Chemie- und Biologieräume. Erste Kontaktaufnahme mit dem ORT-Technikum in Givatayim (Israel).

1991
Mit einem Tag der offenen Tür wird im Frühjahr der Neubau (Gebäude G) der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Sommer werden die ersten naturwissenschaftlichen Fachräume (Physikräume) fertiggestellt. Die Technische Oberschule nimmt mit einer Klasse den Unterricht auf.

1990
Die Schulteilung wird durchgeführt. Gebildet werden die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule mit den Berufsfeldern Bau-, Holz-, Kraftfahrzeug- und Metalltechnik sowie dem Berufsvorbereitungsjahr und die Otto-Umfrid-Schule mit den Berufsfeldern Gesundheitsdienst, Körperpflege, Farb- und Textiltechnik. Die Schüler und Lehrer der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule beziehen den Neubau (Gebäude G) in der Kanalstraße. Im gleichen Jahr beginnt der erste Maurermeisterkurs an der Schule. Erste Planungen zur Einrichtung naturwissenschaftlicher Fachräume im 3. Stock des Gebäudeteils E werden in Angriff genommen. (Volker Frey wird Schulleiter Philipp-Matthäus-Hahn-Schule (Stv. Fano) und Helmut Reiber Schulleiter der Otto-Umfrid-Schule (Stv. Dost).

1989
Die Größe der Schule schafft zunehmend Probleme. Eine ordnungsgemäße Verwaltung und pädagogische Betreuung der Schüler werden immer schwieriger. Deshalb wird eine Schulteilung beschlossen und durch die entsprechenden Gremien genehmigt. (Volker Frey wird Schulleiter der Gewerblichen Kreisberufsschule Nürtingen.)

1988
Erster Spatenstich zum Erweiterungsbau an der Plochinger Straße.

1987
Die ehemaligen Räume der Schulleitung und Verwaltung im Gebäude E werden zu einer Schulbibliothek umgebaut und nach modernsten Gesichts¬punkten eingerichtet. Die Organisation und Verwaltung liegen in der Verantwortung hauptamtlicher Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

1985
Die Schule platzt aus allen Nähten. Die Zahntechniker werden in das Schulzentrum auf dem Säer ausgelagert. Die Bauabteilung bezieht provisorische Schul- und Werkstatträume der Firma Stephan im Industriegebiet Au. Auf Grund der akuten Raumnot entschließt sich der Schulträger zur Erstellung eines Erweiterungsbaues auf dem Gelände der ehemaligen Firma Linder an der Plochinger Straße.

1983
Aus den Diskussionen während der Friedenswoche entsteht die Partnerschaft mit der Handwerkerschule in Wamba-Luadi im ehemaligen Zaire (heute Kongo).

1982
Infolge Schulraumnot werden die Apothekenhelferinnen sowie die Damenschneiderinnen ins Hölderlingymnasium und die Zahnarzthelferinnen in die Schlossbergschule ausgelagert. Die Schulleitung und die Verwaltung werden aus dem Gebäude E in das 1. Stockwerk des geräumigeren Hochhauses (Gebäude A) verlegt.

1980
Zwischen Altbau und Hochhaus entsteht eine Mehrzweckhalle (Gebäude C), die 1981 eingeweiht werden kann. Durch ihre großzügige Bestuhlung ist sie vielseitig verwendbar. Einerseits wird sie als Mensa genutzt, andererseits dient sie schulischen Veranstaltungen, wie Schul- und Lehrerkonferenzen, Zusammenkünften der SMV und Schulfesten. (Willi Link wird Schulleiter der Gewerblichen Kreisberufsschule Nürtingen.)

1979
Der Bauabteilung wird das dreijährige Berufskolleg Bautechnik angegliedert.

1978
In Zusammenarbeit mit den örtlichen Industriebetrieben wird das kooperative Berufsgrundbildungsjahr ins Leben gerufen. Durch sprunghaft steigende Schülerzahlen in den Bauberufen herrscht, speziell bei den Schulwerkstätten, großer Raummangel. Durch die Eigeninitiative der Lehrkräfte und mit Hilfe der Schüler wird ein provisorisches Werkstattgebäude (Abbundhalle) erstellt.

1976
Nach Fertigstellung des Werkstattneubaus (Gebäude D) kann auch der praktisch orientierte Unterricht für die Berufsfelder Bau-, Holz-, Farb-, Textiltechnik, Körperpflege und Gesundheitsdienst durchgeführt werden. Im 2. Stockwerk kommen drei Werkstatträume für die räumlich stark beengte Metallabteilung dazu.

1975
Die bestehenden Maurerklassen werden zu einer Bauabteilung ausgebaut. Es werden nun Maurerlehrlinge der Betriebe des Landkreises Esslingen sowie Zimmerer und Bauzeichner aus den Landkreisen Esslingen und Göppingen eingeschult. Für die Grundstufe der Bauberufe wird die einjährige Berufsfachschule eingerichtet. Gleichzeitig entstehen Landesklassen der Textilspinnereitechnik. Der Unterricht wird blockweise durchgeführt. Auch dem Problem der schwer vermittelbaren Jugendlichen wird Rechnung getragen. Für den gesamten Landkreis Esslingen wird erstmals eine zweistufige Sonderberufsschule für Metallberufe eingeführt. Gleichzeitig wird im Berufsvorbereitungsjahr Jugendlichen - meist ohne Hauptschulabschluss - die Möglichkeit geboten, den Hauptschulabschluss zu erwerben.

1974
Das 1967 fertiggestellte und seither von der Handelsschule genutzte siebenstöckige Hochhaus (Gebäude A) wird von der Gewerblichen Berufsschule übernommen und mit Schülern der Berufe des Gesundheitsdienstes und der Körperpflege bezogen.

1972
Der erste Vollzeit-Meisterkurs für Kfz-Mechaniker an der Schule beginnt. Der Andrang ist so groß, dass bald darauf zwei Parallelkurse mit je 36 Meisterschülern eingerichtet werden müssen. Die schulische Ausbildung von Zahntechnikern aus Betrieben der Kreise Esslingen und Göppingen sowie dem gesamten Regierungsbezirk Südwürttemberg wird aufgenommen. Der Unterricht wird blockweise durchgeführt, und die Schüler werden teilweise internats-mäßig untergebracht. Die Zahntechniker beziehen die neuen Räume im 1969 aufgestockten Gebäude an der Kanalstraße. Außerdem wird ein neuerstelltes Labor für die praktische Unterweisung bezogen. Die erste Berufsfachschule für das Berufsfeld Farbtechnik und Raumgestaltung des Landes Baden¬-Württemberg wird an der Schule eingerichtet. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich auf fünf Maler- und Lackiererinnungen, ab 2006 gemeinsame Maler- und Lackiererinnung Neckar-Fils. Die Schüler der Holzberufe des Landkreises werden im Theorieunterricht von Kirchheim unter Teck an die Nürtinger Schule verlegt. Die Berufsfachschulen für Holztechnik und Körperpflege werden eingerichtet. Sämtliche Lehrlinge der Textil- und Bekleidungsberufe des Kreisgebiets werden in Nürtingen eingeschult. Die Apothekenhelferinnen des Landkreises Esslingen und Göppingen werden an der Schule in Fachklassen zusammengefasst.

1970
Die neuen, im 3. Bauabschnitt erstellten Metallwerkstätten (südlicher Teil des Gebäude S) werden bezogen. Im Untergeschoss werden, über eine Rampe erreichbar, die Kfz-Werkstätten eingerichtet. Fachklassen für Zahnarzthelferinnen werden gebildet.

1969
Eine zweijährige Berufsfachschule für Metalltechnik wird gegründet. Arzthelferinnen aus den Arztpraxen der Kreise Esslingen und Göppingen werden erstmals in Fachklassen an der Nürtinger Berufsschule unterrichtet. Auf Grund der räumlichen Enge wird der 1955 er¬stellte Theorietrakt (Gebäude E) aufgestockt. (Hans Gebhardt wird Schulleiter der Gewerblichen Kreisberufsschule Nürtingen.)

1968
Eine Sporthalle (Gebäude B) wird für die Berufsschulen in Nürtingen erstellt.

1967
Bau eines mehrgeschossigen Klassentraktes (Gebäude A) für die Kaufmännische Berufsschule.

1966
Die Berufsfachschule für das Kfz-Handwerk wird mit 15 Schülern eröffnet.

1962
Gründung der Kursstätten des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik (DVS). Es werden Abendkurse im Gasschmelz- und Lichtbogenschweißen angeboten.

1960
Im 2. Bauabschnitt werden die Metall- und einstweiligen Kfz-Werkstätten entlang der Rümelinstraße erstellt (nördlicher Teil des Gebäude S). Außer den allgemeinen Metallwerkstätten werden eine Schweißerei und eine Schmiede bezogen. Dadurch wird auch eine engere Zusammenarbeit und eine bessere Koordination zwischen theoretischem und fachpraktischem Unterricht erreicht. Im gleichen Jahr kommen auch die Auszubildenden der Textil- und Bekleidungsberufe (Schneiderinnen) aus dem Raum Kirchheim an die Schule.

1955
Der damalige Schulleiter, Herr Blind, bezieht mit 12 Lehrern das im 1. Bauabschnitt erstellte Gebäude.

1954
Grundsteinlegung zum Neubau der Gewerblichen Berufsschule an der Kanal- und Rümelinstraße (Gebäude E). (Werner Blind wird Schulleiter der Gewerblichen Kreisberufsschule Nürtingen.)

1952
Für die Lehrlinge des Friseurhandwerks aus dem Einzugsgebiet Nürtingen und Kirchheim unter Teck werden erstmals Fachklassen gebildet. Der Werkstattunterricht wird getrennt in Kirchheim unter Teck und Nürtingen durch die Innung durchgeführt. Infolge steigender Schulraumnot werden die Berufsschüler der Nahrungsmittelberufe nach Kirchheim unter Teck verlegt.

1951
Am 1. April 1951 wird der Kreis Nürtingen Schulträger der Berufsschule. Bis dahin ist ein Zweckverband der Gemeinden für die sächlichen Belange der Berufsschule zuständig.

1950
Die Gewerbliche Berufsschule hat 840 Schüler, die in 35 Klassen aufgeteilt sind und von 8 Lehrkräften unterrichtet werden. Aus Platzmangel müssen Auslagerungen vorgenommen werden. Die Lehrlinge der Firma Heller werden nun in betriebseigenen Schulräumen unterrichtet.

1947
Herr Griesinger beginnt mit dem Werkstattunterricht in der Heilig-Kreuz-Straße. (Alfons Nuber wird Schulleiter der Gewerblichen und Kaufmännischen Berufsschule.)

1946
Ab Mai 1946 stellt sich wieder eine Spur von geordnetem Schulbetrieb ein. Die Gewerbliche Berufs- und Handelsschule ist am Schlossberg untergebracht. Die Schule wird kommissarisch von Herrn Streicher geleitet, der gleichzeitig als außerplanmäßiger Handelslehrer die Handelsschüler betreut. Alle Lehrlinge der Bauberufe werden von Herrn Reutter, einem freien Architekten, und alle übrigen Schüler von Herrn Kern bei einer Klassenstärke bis zu 60 Schülern unterrichtet.

Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg

1828

Die erste Notiz über eine Nürtinger Gewerbeschule findet sich in den im Stadtarchiv verwahrten Protokollen des Kirchenkonvents. Dieses Amt ist nicht nur für die allgemeine Sittenzucht, sondern auch für das Armenwesen und die Schulaufsicht zuständig. Bereits im November 1828 kommt dieses Gremium überein, noch im laufenden Jahr eine Gewerbeschule in der Stadt zu errichten. Als Schullakai wird ein Raum im Spital bestimmt, der auf Kosten der Stiftungskasse eingerichtet und geheizt werden soll. Der Unterricht in der neuen Gewerbeschule soll an dem für die Lehrlinge einzigen freien Tag, am Sonntag, stattfinden, und zwar morgens um acht Uhr. Der von den Lehrlingen selbst gewünschte Termin sonntagabends wird als bedenklich angesehen und verworfen. Mit der Einrichtung einer Gewerbeschule entspricht der Nürtinger Kirchenkonvent einem Erlass des „Königlichen Studienrats", der Schulbehörde in Stuttgart, aus dem Jahre 1825. Darin werden die Oberämter aufgefordert, „Sonntags-Gewerbeschulen, in welchen Handwerksgesellen und Lehrjungen Unterricht im Rechnen, Zeichnen, in der Naturlehre, Geographie, Mechanik und der allgemeinen Technologie, Anleitung zum Entwerfen von Verdienstzetteln und Überschlägen erhalten", einzurichten. Man kann in diesem Erlass die „Gründungsurkunde" der Berufsschulen in Württemberg sehen. Gegenüber der allgemeinen Sonntagsschule, deren Besuch für die schulentlassene Jugend drei Jahre lang Pflicht ist, wird in der Sonntagsgewerbeschule erstmals ein berufspraktisch ausgerichteter Unterricht angeboten.

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