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PMH Schule schliesst mit Maler- und Lackierer-Innung Neckar-Fils eine Bildungspartnerschaft

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Am 29. Januar schlossen Vertreter der Maler- und Lackierer-Innung Neckar-Fils sowie fünf Schulen, darunter die PMHS, eine Bildungspartnerschaft ab.

 Bei Bildungspartnerschaften gewinnen alle Beteiligten, meist werden sie zwischen Schulen und einzelnen Unternehmen geschlossen. Die Maler- und Lackierer-Innung Neckar-Fils geht einen neuen Weg: Sie schloss die Bildungspartnerschaft als ganze Innung, sie tat dies mit fünf Schulen zugleich. Die Koordination haben der Kreisjugendring Esslingen (KJR) und das Berufliche Ausbildungszentrum Esslingen (BAZ) übernommen.

Zur Vertragsunterzeichnung kam eine große Runde in die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen. Sie gehört ebenso zu den Partnern wie die Realschule Neuffen, die Auwiesenschule in Neckartenzlingen, die Geschwister-Scholl-Realschule in Nürtingen und die Seewiesenschule in Esslingen. Mit im Boot sind auch die Handwerkskammer Region Stuttgart und die Industrie- und Handelskammer Bezirk Esslingen (IHK).

Bildungspartnerschaft

 

Zur Maler- und Lackierer-Innung Neckar-Fils, der größten in Baden-Württemberg, gehören rund 100 Betriebe. Die meisten Firmen sind zu klein, um auf eigene Faust eine Bildungspartnerschaft einzugehen. Nun haben sie ebenfalls diese Chance. „Das ist meines Wissens die erste Innung in der Handwerkskammer Region Stuttgart, die sich auf den Weg macht", lobte Christine Kenntner vom Kreisjugendring. Sie hofft, dass dieses Vorbild andere Innungen ansteckt. Die Partnerschaft, betonte Kenntner, sei stark auf die Praxis ausgelegt. Zu ihr gehören Praktika und Betriebsführungen, die Meldung freier Ausbildungsplätze, Aktionen wie der „Girls Day" sowie praktischer Unterricht und die Teilnahme an Projekten.

„Hier werden Windmühlen gebaut", sagte Günter Urbansky von der Handwerkskammer Region Stuttgart. Das sei klüger, als im Wind der Veränderung zu mauern. Die Zeiten, in denen die Lehrlinge an die Tür des Meisters klopfen, seien vorbei. „Wir müssen aktiv auf die Menschen zugehen." Nicht für jeden sei das Studium der richtige Weg, ein „geborener Handwerker" werde in diesem nicht glücklich. In der Bildungspartnerschaft lernten sich Betrieb und Schulen gegenseitig kennen. „Kommt der Schüler über längere Zeit einen Tag pro Woche zum Praktikum, ist er bei mehreren Projekten dabei." Ein Schüler lerne Pünktlichkeit und Verlässlichkeit, beim Bewerbungstraining höre er die Tipps nicht nur aus dem Mund des Lehrers.

„Der Kampf um den Nachwuchs hat begonnen", sagte Obermeister Andreas Schlesinger. Das Handwerk brauche sich dabei nicht zu verstecken. Es gehe nicht nur um Wändestreichen, sondern auch um Nanotechnolgie, gesundes Wohnen, Farbpsychologie, Umweltschutz und vieles mehr. Die Ausbildung sei persönlicher, der Mindestlohn für Facharbeiter liege bei über zwölf Euro. Schlesinger ist sich sicher, dass die Bildungspartnerschaften ein Erfolg werden. Er dankte dem Europäischen Sozialfonds und dem Wirtschaftsministerium des Landes für die finanzielle Förderung. „Man soll nicht immer auf die Politik schimpfen. Manchmal fördert sie auch sinnvolle Projekte wie dieses."


Mit Dank an Peter Dietrich.